Kotor (Montenegro) auf eigene Faust - Erfahrungen und Tipps
Ein tiefblaues Fjord-Panorama, verwinkelte mittelalterliche Gassen und eine beeindruckende Stadtmauer: Kotor ist einer dieser Orte, die man nicht nur sehen, sondern erleben muss. In diesem Guide teilen wir unsere Erfahrungen und geben dir wertvolle Tipps für deine Ausflugsplanung – inklusive interaktiver Karte mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Wissenswertes zu Kotor
- Sprache: Montenegrinisch
- Land: Montenegro
- Währung: Euro
- Europäische Union (EU): Nein
- Beste Reisezeit: Juni bis September
Während unserer traumhaften Adria-Kreuzfahrt im Juli haben wir in Kotor angelegt. Die Stadt liegt am Ende der 28 km langen Bucht von Kotor in Montenegro.
Die Einfahrt in die Bucht ist besonders beeindruckend. Aus diesem Grund lohnt es sich, bereits früh morgens auf dem eigenen Balkon oder an Deck zu sein.
Kotor hat zwar einen Hafen, dort legen aber meistens nur kleinere Kreuzfahrtschiffe an. Wir waren mit der Mein Schiff 6 dort und wurden mit Tenderbooten an Land gebracht.
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Auf der folgenden Karte haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kotor für dich markiert. So kannst du deinen Ausflug auf eigene Faust ganz bequem planen und direkt mit deiner Entdeckungsstour loslegen!
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1. Seetor: Der Eingang zur Altstadt
Nachdem wir das Tenderboot verlassen haben, sind wir in Richtung der historischen Altstadt gelaufen. Der Weg bis zum Haupteingang, dem Seetor, ist relativ kurz und führt direkt ins Zentrum.
Das Seetor wurde 1555 unter venezianischer Herrschaft errichtet und bildet das Tor zur historischen Altstadt. Schon beim Durchlaufen durch das Tor spürt man die jahrhundertealte Geschichte der Stadt.
Es ist der perfekte Startpunkt, um in das Labyrinth der mittelalterlichen Gassen einzutauchen. Nachdem du durch das Seetor gelaufen bist, stehst du direkt vor einer der Hauptsehenswürdigkeiten von Kotor, dem Uhrturm.
2. Waffenplatz und der berühmte Uhrturm
Der Uhrturm steht auf dem Waffenplatz. Der Waffenplatz, auch bekannt als Trg od Oružja, ist das pulsierende Herz der Altstadt. Umgeben von prächtigen Gebäuden und Cafés bietet dieser Platz den idealen Ort, um das Treiben in Kotor zu beobachten.
Für uns war der Uhrturm ein absolutes Highlight. Er thront über dem Platz und dient als perfekter Orientierungspunkt in den engen Gassen. Nach einem Foto vom Uhrturm haben wir unseren Weg in Richtung Stadtmauer fortgesetzt.
Du hast hier zwei Möglichkeiten: Entweder du läufst direkt auf der Stadtmauer entlang oder du läufst erst durch die Altstadt in Richtung der nördlichen Stadtmauer.
3. Die historische Stadtmauer von Kotor
Wenn du den Weg durch die Altstadt in Richtung River Gate wählst, kommst du an der Lukaskirche vorbei. Diese Kirche ist eines der bedeutendsten historischen Bauwerke in Kotor und wurde bereits im Jahr 1195 errichtet.

Von dort aus kannst du entweder die Stadtmauer erkunden oder direkt zum River Gate laufen.
Die Stadtmauer von Kotor ist nicht nur ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Verteidigungsarchitektur, sondern auch ein Highlight für Besucher. Für uns war es ein absolutes Highlight, dass man auf der Stadtmauer entlanglaufen kann.
Auch wenn es manchmal eng wurde und der Boden uneben war – ein klein wenig Abenteuer gehört für uns einfach immer dazu. 😉😉
4. Katzenplatz und das River Gate
Unweit des River Gates liegt der berühmte Katzenplatz. Hier herrscht eine ganz besondere Dynamik: Unzählige Katzen unterschiedlicher Größe lassen sich auf diesem Platz nieder und machen ihn zu einem einzigartigen Highlight der Stadt.
Der Katzenplatz ist weit mehr als nur ein einfacher Platz, er ist das charmante Wahrzeichen der Stadt. Kotor ist berühmt für seine zahlreichen Katzen, die in den Gassen der Altstadt ein Zuhause gefunden haben und das Stadtbild prägen.
Als Nächstes kannst du durch das River Gate die Altstadt verlassen. Das Tor befindet sich an der Nordseite der Altstadt. Es führt direkt zum kleinen Fluss Škurda, der dort in die Bucht mündet. Wenn man durch das Tor geht, überquert man eine malerische Steinbrücke über den Fluss.
An der Brücke gibt es auf beiden Seiten kleine Ausbuchtungen, die sich ideal für ein schönes Foto anbieten. Wenn du nun weiter außerhalb der Altstadt entlangläufst, kommst du ans Wasser und an den Strand von Kotor.
5. Aufstieg zur Festung San Giovanni
Für Abenteurer und Wanderer ist der Aufstieg zur Festung San Giovanni ein absolutes Muss. Der steile Pfad führt dich über zahlreiche Stufen hinauf zur imposanten Festung, die hoch über der Stadt thront.
Oben angekommen, wirst du mit einem unvergleichlichen Panorama über die Bucht von Kotor und die umliegenden Berge belohnt. Der Ticketschalter liegt am Rande der Altstadt (siehe Karte). Für den Aufstieg solltest du ca. 60 Minuten einplanen.
6. Sankt-Tryphon-Kathedrale
Die Kathedrale Sankt-Tryphon ist das religiöse und kulturelle Herzstück von Kotor. Die romanische Architektur der Kathedrale beeindruckt durch ihre Detailverliebtheit und ihre historische Bedeutung, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht.

Nur ca. 200 Meter von der Kathedrale entfernt liegt das Seetor, mit dem wir unseren Rundgang gestartet haben. Da die Altstadt sehr kompakt ist, lässt sie sich entspannt in 2–3 Stunden erkunden.
Unser Fazit
Kotor ist ein wahres Juwel an der Montenegrinischen Küste, das jeden Besucher verzaubert. Bereits die Einfahrt in den frühen Morgenstunden hat uns sehr beeindruckt, man fühlt sich wie in einem Fjord Norwegens.
Die Kombination aus der beeindruckenden Bergkulisse, der geschichtsträchtigen Altstadt und der entspannten Atmosphäre hat diesen Ausflug auf eigene Faust für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.
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